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Grand Bisse de Vex
OFFEN
Wasserentnahme : 1'520 m.ü.M. unterhalb von Planchouet
Länge : 12 km
Konstruktionsjahr : 1453
Anfänglich verläuft der Kanal entlang der Grenze unterhalb des Fichtenwaldes und bewässert die Weiler, bevor er für mehrere Kilometer in den Wald eindringt. Anschliessend durchquert er die Moränen in der Gegend von Clèbes, führt weiter durch Veysonnaz und Les Mayens-de-Sion, um endlich die Plantagen und Wiesen von Vex zu bewässern.
Die Suone wurde 1453 erbaut, zu einer Zeit, als die Region zum Herrschaftsgebiet des Herzogs von Savoyen gehörte. Um die Erlaubnis zu erhalten, eine Suone zu konstruieren, die von der Printze abgeht, mussten die Bewohner von Vex ein Gesuch stellen. Zwischen Vex und Nendaz wurde eine Übereinkunft unterzeichnet, welche die Bedingungen festlegte. Eine dieser Bedingungen war die Verpflichtung, dass Vex stellvertretend für Nendaz jährlich eine festgelegte Menge Lärchenholz an Sitten / Sion lieferte, welche für den Unterhalt der Rhonebrücke nach Champsec gebraucht wurde. Die Originaldokumente, datiert von 1453 und 1476, befinden sich im Archiv der beiden Gemeinden.
Mit dem Rückgang der Landwirtschaft nahm auch die Anwendung des Wasserrechts ab (Bewässerung der Flächen ist nach Zeiteinheiten für jeden Anlieger geregelt und eingeschränkt), doch der Wunsch, die Suone touristisch zu nutzen, tauchte bereits 1930 auf. Die Interessensgemeinschaft "Développement des Mayens-de-Sion" machte eine Anfrage bei der Vereinigung der Eigentümer, das Wasser bis zum 20. September im Kanal zu lassen.
Die Suone wurde 1971 aufgegeben. Dank eines Initiativkomitees aus Nendaz, das die Wiederherstellung der "Grand Bisse de Vex" zum Ziele hat, kann man heute wieder auf der gesamten Strecke des Wanderweges vom Wasser profitieren.
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